Tårup Strand, Däne­mark 2018

Sonn­tag, 5. August 2018: Klei­ner Rund­flug

Gegen 8.30 Uhr schlage ich die Augen auf, erin­nere mich, dass ich in Däne­mark bin und setze mich kurz­ent­schlos­sen ins Auto, wäh­rend Frau R. noch fried­lich schnuf­felt. Ja, das kann ich gut! Keine Kat­zen­schnauze, die mich um 6 Uhr daran erin­nert, dass noch kein Früh­stück im Schäl­chen ist 😉 Ein paar Kilo­me­ter wei­ter ver­sorgt mich ein Bank­au­to­mat mit Kro­nen und ein Super­markt – am Sonn­tag­mor­gen! – mit einer neuen Zahn­bürste. Ich rolle zurück, poliere meine Bei­ßer und wecke die beste Ehe­frau der Welt.

Nach einem spä­ten Früh­stück rol­len wir los, um die nähere Umge­bung zu erkun­den. Die Land­schaft ist leicht hüge­lig, und mit­ten­drin lie­gen ein paar Hügel­grä­ber – was kon­se­quent ist – sowie der größte Find­ling Däne­marks, der Dames­te­nen oder auch Dam­mes­te­nen bei Hes­sela­ger. Ein Neben­ort von Hes­sela­ger ist Hes­sela­ger­gård, wo sich ein schö­nes altes Was­ser­schloss befin­det. Das ist aller­dings nicht für die Öffent­lich­keit zugäng­lich – nun gut, dann eben nicht.

Übri­gens ent­de­cken wir am Rand der Straße eine kleine Gruppe Reb­hüh­ner. In Deutsch­land sieht man sie ja eher sel­ten, aber hier haben wir gleich Hahn nebst Hen­nen vor der Flinte. Die Tiere sind über­aus intel­li­gent: Ich könnte sie pro­blem­los mit dem Auto­rei­fen in den Reb­huhn­him­mel über­füh­ren, da sie sich kei­nen Zen­ti­me­ter weg vom Stra­ßen­rand bewe­gen, wäh­rend wir vor­bei­rol­len. Als ich aller­dings aus­steige und mich von wei­ter Ferne lang­sam mit der Kamera und einem Tele­ob­jek­tiv nähere, flie­gen sie unter lau­tem Pro­test weg, bevor ich auch nur auf zehn Meter dran bin … Wenn ich Reb­huhn wäre, hätte ich das auch getan. Schließ­lich könnte die Kamera ja eine getarnte Waffe sein, aus der dann durch Betä­ti­gen des Aus­lö­sers ein töd­li­ches Pro­jek­til geschos­sen kommt.

Dann eben nicht! Zurück ins Häus­chen, wo Bücher, Kaffe, Tee und Kekse war­ten. Die Wes­pen fin­den uns vom ers­ten Tag an äußerst inter­es­sant. Es sind immer 2 – 3 zuge­gen, die aus­kund­schaf­ten, ob wir inter­es­sante Lebens­mit­tel haben. Alko­hol fin­den sie beson­ders fas­zi­nie­rend. Bekom­men sie aber nicht! Sonst flie­gen sie tor­kelnd nach Hause und sin­gen schmut­zige Lie­der 😉

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