Tårup Strand, Dänemark 2018

Freitag, 10. August 2018: Fåborg

Auch Faa­borg hat einen Hafen, aber dafür wesent­lich weni­ger Park­mög­lich­kei­ten. Wenn man eine davon ergat­tert hat, kann man sich auf einem Stadt­rund­gang, wel­cher den geneig­ten Tou­ris­ten gleich mehr­fach über den „Tor­vet“, also den „Platz“ in der Stadt­mit­te lei­tet, noch viel nied­li­che­re und älte­re Häus­chen als in Svend­borg anschau­en. Und statt des Armen­haus­mu­se­ums gibt es direkt neben/​an/​unter der Tou­ris­ten­in­fo ein Gefäng­nis­muse­um. Der Kel­ler erzählt die grus­li­ge Geschich­te eines jüti­schen Jun­gen, wel­cher sich … Och nö, fin­det das doch selbst raus.

Der Plan hin­ter der Aus­stel­lung im Kel­ler ist, dass die­se Abwech­selnd auf Dänisch und Eng­lisch tönt, damit auch aus­län­di­sche Besu­cher ohne Dänisch­kennt­nis­se Spaß bzw. Gru­sel haben kön­nen. Heu­te aller­dings ver­sagt die Theo­rie, denn trotz drei­er Ver­su­che der sehr(!) sehr(!) net­ten Muse­ums­an­ge­stell­ten wei­gert sich der Kel­ler, Eng­lisch zu spre­chen. Selbst ein Kom­plett­re­set hilft nix – wir und eine nie­der­län­di­sche Fami­lie war­ten wie­der und wie­der, bis die Lam­pe vor der Kel­ler­ein­gangs­tür an geht, was die Betriebs­be­reit­schaft des Kel­lers signa­li­siert, wer­den dann zur Beloh­nung für unse­re Geduld zwi­schen­durch mit Zucker­werk (sogar mit Lack­ritz-Geschmack, was den Süß­kram sehr inter­es­sant macht) ver­sorgt und bekom­men am Ende den Kel­ler live von der Muse­ums­mit­ar­bei­te­rin über­setzt, die eh gleich Fei­er­abend und sowas von kei­ne Lust mehr auf die­sen bescheu­er­ten Com­pu­ter hat … Zu unser gro­ßen Belus­ti­gung erklärt sie uns kurz vor­her noch, dass das Lär­men der Alarm­an­la­ge im Erd­ge­schoss um 15 Uhr kei­ne Gefahr signa­li­siert, son­dern sie dar­auf hin­wei­sen soll, dass Fei­er­abend ist. Dum­mer­wei­se tut die Alarm­an­la­ge das immer eine Stun­de zu zei­tig – das Muse­um schließt 16 Uhr –, dafür dann aber auch jeweils gleich drei­mal. Com­pu­ter eben …

Übri­gens hat Mor­ten Grun­wald, der Ben­ny aus der Olsen­ban­de, 2012 zur Eröff­nung dem Muse­um sei­nen ori­gi­na­len Film­hut über­las­sen, wel­cher eigent­lich in einem Franz Jäger lagert. Auf die Fra­ge, ob wir den Hut mal sehen dürf­ten, kommt die bedau­er­li­che Ant­wort: Nein, der ist gera­de zu einer Aus­stel­lung nach Kopen­ha­gen ver­reist. Men­no! Aber wenigs­tens gibt’s ein Foto mit dem Geld­schrank!

Auf dem Rück­weg zum Häus­chen machen wir noch die Bie­ge nach Ves­ter Åby, nicht ohne zuvor durch einen Ort mit dem schö­nen Namen Korinth sowie gleich danach an Bra­he­trolleborg, einem sehr impo­san­ten Gehöft inklu­si­ve Kir­che gerollt zu sein. In Ves­ter Åby steht ein brau­nes Haus, in dem befin­den sich die Scho­ko­la­de­rei Kon­ner­up & Co. sowie seit heu­te Nach­mit­tag ein paar Tafeln Scho­ko­la­de weni­ger. Jahaa, an Scho­ko­la­den­ma­nu­fak­tu­ren kom­me ich nicht ein­fach so vor­bei! Die Ange­stell­te war übri­gens auch bes­ter Lau­ne. Wie so vie­le Dänen, mit denen wir wäh­rend unse­rer Urlaub in Kon­takt gekom­men sind. Die sind eben hyg­ge­lig 🙂

The­ma Reb­hüh­ner: dut­zend­wei­se. In gro­ßen Rudeln, quer über die gan­ze Stra­ße. Aber ich fal­le nicht drauf rein und pfei­fe auf ein Foto.

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