Tårup Strand, Däne­mark 2018

Sams­tag, 11. August 2018: Ladby Vikin­ge­mu­seet

Das Wet­ter zeigt sich unstet, und wir bewei­sen unsere Meis­ter­schaft im Aus­nut­zen von Regen­lö­chern. Es ist so ziem­lich alles dabei von „Guck mal, nied­li­che Wol­ken!“ bis hin zu „Guck mal – wird das ein Tor­nado?“

Wir rol­len nach Ladby im Nor­den von Fyn, wo das älteste je in Däne­mark gefun­dene Wikin­ger­schiff in einem Grab­hü­gel zu sehen ist. Bzw. der Abdruck und die nicht ver­rot­te­ten Reste, denn das Holz war schon beim Fund ca. 1935 kom­plett zer­fal­len; geblie­ben sind nur Metall­be­schläge und Kno­chen, auch von Pfer­den und Hun­den. Das Grab wurde auch schon geplün­dert. Man ver­mu­tet, dass dies bereits zur Wikin­ger­zeit gesche­hen ist, even­tu­ell als Macht­de­mons­tra­tion einer riva­li­sie­ren­den Sippe. Die rei­ße­risch ange­prie­se­nen Akti­vi­tä­ten von Boots­bau­ern fin­den nicht statt. Über­haupt ist nie­mand auf dem Gelände, der – wie wir das von ande­ren Muse­ums­dör­fern in Däne­mark ken­nen – sei­nen Urlaub als Wikin­ger ver­bringt. Wahr­schein­lich ist alles gebaut, was gebaut wer­den wollte und alle gehen wie­der ihrem gere­gel­ten Tages­ab­lauf nach. Wenigs­tens liegt der Nach­bau des Wikin­ger­schiffs aus dem Grab – der Ladby-Dra­che – am Lan­dungs­steg. Aber ohne fach­kun­di­ges Per­so­nal darf das Schiff nicht betre­ten wer­den. Da die geschäf­ti­gen und beschäf­tig­ten Mäd­chen vom Ein­lass bestimmt keine Zeit für eine Boots­be­sich­ti­gung haben, stauen wir nur von außen. Und ich kaufe zum Aus­gleich im Muse­ums­la­den Sil­ber­schmuck. 😉

Nach der Rück­kehr reg­net es sich ein, und der Wet­ter­be­richt für die kom­men­den Tagen sagt wei­te­ren Regen vor­aus.

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