Blick über Zeil am Main von der Käppele aus

Franken, Zeil am Main 2026

Samstag, 8. August:
Zeil am Main

Heute ist zwar eigent­lich Natur­tag, aber wir wol­len end­lich auch mal den Ort ken­nen­ler­nen, in dem wir gerade Urlaub machen.

Wir star­ten die Tour am Hexen­in­for­ma­ti­ons­zen­trum am und im Obe­ren Tor­turm. Zeil war Anfang und Mitte des 17. Jahr­hun­derts eine Zen­trum der Hexen­ver­fol­gung und ‑ver­bren­nung; mit sei­nen ins­ge­samt 25 Stadt­tür­men bot es genug Platz für die Inhaf­tie­rung sogar der Ver­däch­ti­gen aus Bam­berg, zumin­dest bis Bam­berg räum­lich dafür auf­ge­rüs­tet hatte. Es wurde gefol­tert und ver­brannt und auch ander­wei­tig so viel hin­ge­rich­tet, dass man eigens ein Kre­ma­to­rium erbaute, um nicht Unmen­gen an Holz ver­geu­den zu müs­sen. Unsere Ver­mie­te­rin hatte vor eini­ger Zeit eine kleine ver­bale Aus­ein­an­der­set­zung mit den Betrei­bern des Infor­ma­ti­ons­zen­trums, weil sie zurecht eine Bibi-Blocks­berg-Figur im Fens­ter des Muse­ums dem Thema nicht ange­mes­sen fand.

Gegen­über der St.-Michael-Kirche und St.-Anna-Kapelle sitzt eine Katze im Fens­ter und zählt die Besucher.

Davon abge­se­hen ist Zeil heute ein klei­ne­res Städt­chen mit einem klei­nen, aber schö­nen Stadt­kern, den man inklu­sive Hexen­turm in zwei bis drei Stun­den durch­lau­fen kann. Wir reser­vie­ren uns für den Mon­tag­abend einen Tisch in einem lokal sehr bekann­ten und gut besuch­ten Restau­rant, wel­ches zur orts­an­säs­si­gen Braue­rei­dy­nas­tie Göl­ler gehört. Diverse Pro­dukte hat­ten wir in der ver­gan­ge­nen Woche bereits getes­tet, und die Spei­se­karte sieht auch sehr brauch­bar aus.

Gegen 16 Uhr sind wir wie­der zurück, es ist Zeit für Gemüt­lich­keit, Bücher und die­sen Urlaubsbericht.

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