Samstag, 8. August:
Zeil am Main
Heute ist zwar eigentlich Naturtag, aber wir wollen endlich auch mal den Ort kennenlernen, in dem wir gerade Urlaub machen.
Wir starten die Tour am Hexeninformationszentrum am und im Oberen Torturm. Zeil war Anfang und Mitte des 17. Jahrhunderts eine Zentrum der Hexenverfolgung und ‑verbrennung; mit seinen insgesamt 25 Stadttürmen bot es genug Platz für die Inhaftierung sogar der Verdächtigen aus Bamberg, zumindest bis Bamberg räumlich dafür aufgerüstet hatte. Es wurde gefoltert und verbrannt und auch anderweitig so viel hingerichtet, dass man eigens ein Krematorium erbaute, um nicht Unmengen an Holz vergeuden zu müssen. Unsere Vermieterin hatte vor einiger Zeit eine kleine verbale Auseinandersetzung mit den Betreibern des Informationszentrums, weil sie zurecht eine Bibi-Blocksberg-Figur im Fenster des Museums dem Thema nicht angemessen fand.
Gegenüber der St.-Michael-Kirche und St.-Anna-Kapelle sitzt eine Katze im Fenster und zählt die Besucher.
Davon abgesehen ist Zeil heute ein kleineres Städtchen mit einem kleinen, aber schönen Stadtkern, den man inklusive Hexenturm in zwei bis drei Stunden durchlaufen kann. Wir reservieren uns für den Montagabend einen Tisch in einem lokal sehr bekannten und gut besuchten Restaurant, welches zur ortsansässigen Brauereidynastie Göller gehört. Diverse Produkte hatten wir in der vergangenen Woche bereits getestet, und die Speisekarte sieht auch sehr brauchbar aus.
Gegen 16 Uhr sind wir wieder zurück, es ist Zeit für Gemütlichkeit, Bücher und diesen Urlaubsbericht.













