Montag, 10. August:
Tretzendorfer Weiher
Heute ist uns wegen der Temperaturen nur nach einem kurzen Ausflug ins Grüne. Der „Erlebnispfad Tretzendorfer Weiher“ bietet sich dafür an, ein Lehrpfad mit um die 15 Stationen, der angeblich in 35 Minuten durchlaufbar sein soll. Vielleicht wenn man rennt, ja. Denn tatsächlich nehmen wir uns, weil wir alles gründlich machen, für die zweieinhalb Kilometer am Ende eineinhalb Stunden Zeit. Es ist schön, es ist wässerig, es gibt kampfbereit aussehende Schwäne (ich wurde angefaucht) und anderes Gepieps, springende Fische, solargetriebene Pumpen, die nur ab und zu mal Wasser ausrülpsen, und Sauerstoff – jede Menge Sauerstoff.
Nur wenige Kilometer weiter soll es laut Google und laut Schild vor Ort im Wald ein paar Hügelgräberreste zu sehen geben. Nunja – wir haben schon Maulwurfshügel gesehen, die imposanter und deutlicher zu erkennen waren. Für absolute Grabhügelfreaks sicher ein Highlight. Wir zucken eher mit den Schultern … Aber immerhin wieder eine Stunde mehr im Wald!
Abends fallen wir ins lokal bekannteste Restaurant, „Zur Alten Freyung“ in Zeil, ein. Diese hat ihren Namen wegen der Tatsache, dass aufgrund eines Sonderstatus innerhalb des Grundstücks Rechtsvertreter keine Rechte hatten – wer es in die Freyung geschafft hatte, war erstmal sicher. Schlauerweise hatten wir ja Plätze im Biergarten reserviert, und das war wirklich notwendig. Denn dieser läuft fast über; hunderte Gäste, ungefähr 20 Bedienungen, und noch einmal bestimmt zehn Menschen, die in der Küche kreisten. An einem Montagabend im Nirgendwo!
Im Biergarten selbst entdecken wir noch Sonderprodukte, die nur saisonal oder auch nur ein einziges Mal angeboten werden; und Frau R. verliebt sich so in ihr „Abendrot“-Bier, dass wir beim nächsten Einkauf in der Brauerei wohl noch Nachschub holen werden, der uns bis nach Dresden begleitet.
Am Tisch neben uns schafkopft eine Altherrenrunde. Unsere Tischnachbarn empfehlen uns einen Besuch in Würzburg, weshalb wir den zweiten Wochenteil wohl umplanen werden. Erlangen muss man auch deren Meinung nach nicht gesehen haben, und das Beste an Schweinfurt sei wohl, dass von dort eine Straße nach Haßfurt führt, wo unsere Gesprächspartner wohnen …






