Blick über Zeil am Main von der Käppele aus

Franken, Zeil am Main 2026

Montag, 10. August:
Tretzendorfer Weiher

Heute ist uns wegen der Tem­pe­ra­tu­ren nur nach einem kur­zen Aus­flug ins Grüne. Der „Erleb­nis­pfad Tret­zen­dor­fer Wei­her“ bie­tet sich dafür an, ein Lehr­pfad mit um die 15 Sta­tio­nen, der angeb­lich in 35 Minu­ten durch­lauf­bar sein soll. Viel­leicht wenn man rennt, ja. Denn tat­säch­lich neh­men wir uns, weil wir alles gründ­lich machen, für die zwei­ein­halb Kilo­me­ter am Ende ein­ein­halb Stun­den Zeit. Es ist schön, es ist wäs­se­rig, es gibt kampf­be­reit aus­se­hende Schwäne (ich wurde ange­faucht) und ande­res Gepieps, sprin­gende Fische, solar­ge­trie­bene Pum­pen, die nur ab und zu mal Was­ser aus­rülp­sen, und Sau­er­stoff – jede Menge Sauerstoff.

Nur wenige Kilo­me­ter wei­ter soll es laut Google und laut Schild vor Ort im Wald ein paar Hügel­grä­ber­reste zu sehen geben. Nunja – wir haben schon Maul­wurfs­hü­gel gese­hen, die impo­san­ter und deut­li­cher zu erken­nen waren. Für abso­lute Grab­hü­gel­freaks sicher ein High­light. Wir zucken eher mit den Schul­tern … Aber immer­hin wie­der eine Stunde mehr im Wald!

Abends fal­len wir ins lokal bekann­teste Restau­rant, „Zur Alten Frey­ung“ in Zeil, ein. Diese hat ihren Namen wegen der Tat­sa­che, dass auf­grund eines Son­der­sta­tus inner­halb des Grund­stücks Rechts­ver­tre­ter keine Rechte hat­ten – wer es in die Frey­ung geschafft hatte, war erst­mal sicher. Schlau­er­weise hat­ten wir ja Plätze im Bier­gar­ten reser­viert, und das war wirk­lich not­wen­dig. Denn die­ser läuft fast über; hun­derte Gäste, unge­fähr 20 Bedie­nun­gen, und noch ein­mal bestimmt zehn Men­schen, die in der Küche kreis­ten. An einem Mon­tag­abend im Nirgendwo!

Im Bier­gar­ten selbst ent­de­cken wir noch Son­der­pro­dukte, die nur sai­so­nal oder auch nur ein ein­zi­ges Mal ange­bo­ten wer­den; und Frau R. ver­liebt sich so in ihr „Abendrot“-Bier, dass wir beim nächs­ten Ein­kauf in der Braue­rei wohl noch Nach­schub holen wer­den, der uns bis nach Dres­den begleitet.

Am Tisch neben uns schaf­kopft eine Alt­her­ren­runde. Unsere Tisch­nach­barn emp­feh­len uns einen Besuch in Würz­burg, wes­halb wir den zwei­ten Wochen­teil wohl umpla­nen wer­den. Erlan­gen muss man auch deren Mei­nung nach nicht gese­hen haben, und das Beste an Schwein­furt sei wohl, dass von dort eine Straße nach Haß­furt führt, wo unsere Gesprächs­part­ner wohnen …

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