Samstag, 1. August:
Anreise
Dresden und Zeil trennen nur ungefähr drei Autostunden, weshalb wir wirklich lange ausschlafen können, mehr Zeit für das Einräumen des Autos haben und noch dazu extrem spritsparend durch die Gegend rollen. In Sachsen und bis Hof kommt es zu häufigeren Niederschlägen auch im Sintflutbereich, aber nach Hof bricht der Himmel auf, und wir landen kurz nach 16 Uhr bei schönstem Sonnenschein am von der Hitze der letzten Wochen schon stark ausgetrockneten Bocksbeutelland-Ziel.
Zeil am Main ist wegen eines Weinfestes zu Teilen abgesperrt. Auf der Umgehungsstrecke bemerken wir eine deutliche gesteigerte Kreisverkehrdichte. Es gibt Gegenden hier, da würden Briten und Dänen vor Freude weinen – wie zu Hause, nur besser, weil mehr.
Wir bekommen vom Vermieter Stellplatz-Anweisungen („vor der rechten Garage, so nah ran wie es geht, aber nur so nah, dass man die Tür noch aufbekommt“), machen einen Rundgang durch Haus und Hof, werden ausführlich in die Bedienung diverser Türen, Fenster („Das sind Kippfenster, Sie kennen sich aus?“), Jalousien und der ungefähr 30 relevantesten Lichtschalter eingewiesen, räumen den Wagen aus und den Kühlschrank ein. Wegen der späten Ankunft verzichten wir auf ein Kaffeetrinken, nehmen stattdessen ein zeitiges Abendbrot, legen Frau R.’s Fuß hoch und in Eis, und dann wird die Leseterrasse erfolgreich getestet.