Blick über Zeil am Main von der Käppele aus

Franken, Zeil am Main 2026

Mittwoch, 5. August:
Bamberg (Der Franke sagt „Bambärch“ mit einem rollenden „r“.)

Wir haben schon etli­che Städt­chen gese­hen oder von sol­chen gehört, bei denen man sich bereits vorab oder eben hin­ter­her sagt: Muss man nicht gese­hen haben.

Wenn man aber in Fran­ken und in der Nähe von Bam­berg ist, dann wäre es wirk­lich dumm, Bam­berg nicht besucht zu haben. Wir par­ken im Park­haus „Schüt­zen­straße“, denn die ande­ren über­dach­ten Park­ge­le­gen­hei­ten in der Stadt haben zum Teil wirk­lich gru­se­lige Bewer­tun­gen, was Preis und/​oder Zustand betrifft. Und in der Sonne ste­hen las­sen muss man das Gefährt bei den aktu­el­len Wet­ter­be­din­gun­gen auch nicht – es reicht, wenn man den eige­nen Kör­per unter der glü­hen­den Sonne durch die Gegend bewegt.

Die Tou­ris­ten­in­for­ma­tion ver­sorgt uns mit einer ange­mes­se­nen Aus­wahl an Kar­ten­ma­te­rial. Beim Anste­hen am Schal­ter ertönt uner­war­tet eine Stimme von rechts und ver­kün­det, dass man sich zum Bezah­len auch in diese Rich­tung bewe­gen könnte. An die­sem Schal­ter ange­kom­men, fin­den der Tou­ris­ten­in­for­ma­teur und ich auch schnell das Pro­blem: Er sitzt im anthra­zit­far­be­nen Shirt vor einer im unte­ren Teil anthra­zit­far­be­nen Wand, und sein hel­ler Kopf ver­schmilzt optisch mit dem dar­über­lie­gen­den hel­le­ren Hin­ter­grund. Wir über­den­ken kurz gemein­sam Ansätze für eine Pro­blem­lö­sung – z. B. Shirts in Bam­berg-Rot – und ver­ab­schie­den uns dann fröhlich.

Und dann geht es kreuz und quer durch die wirk­lich schöne Innen­stadt. Vor­bei am und durchs Rat­haus, aus dem ein Bein her­aus­schaut; durch Klein Vene­dig; an vie­len alten und nicht so alten Häus­chen ent­lang durch gerade noch erträg­li­che Besu­cher­ströme. Wir sind ja auch ein Teil des Stroms, also keine Beschwerde unsererseits!

Wir wagen sogar den Auf­stieg zum Micha­els­berg – Bam­berg ist mit­tel­schwer hüge­lig, also eigent­lich gut zu bewäl­ti­gen, aber die Sonne, die Sonne! – und stel­len fest, dass die Klos­ter­an­lage St. Michael der­zeit wegen Restau­rie­rungs­ar­bei­ten geschlos­sen und die Kir­che auch nur von Frei­tag bis Sonn­tag in einem klei­nen Zeit­fens­ter zu besich­ti­gen ist. Na gut, dann tut es eben der wun­der­bare Blick über die Stadt, und wir ärgern uns kei­nes­falls. Es ist ja Urlaub!

Hatte ich schon erwähnt, dass man Bam­berg gese­hen haben sollte? Die Neue Resi­denz und Schloss See­hof bei Bam­berg las­sen wir aus in der Hoff­nung, bei­des in der kom­men­den Woche noch besich­ti­gen zu können …

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