Blick über Zeil am Main von der Käppele aus

Franken, Zeil am Main 2026

Sonntag, 2. August:
Fluß und Teiche am Main

Nach einer län­ge­ren Nacht­ruhe und einer gründ­li­chen Inspek­tion des lin­ken Hin­ter­hufs (Oder heißt es „Unter­huf“ wegen des auf­rech­ten Gangs?) ist Frau R. über­zeugt, einen klei­nen, lang­sa­men Spa­zier­gang in der Natur über­le­ben zu kön­nen. Und der Pra­xis­test für den Gum­mi­strumpf steht noch an.

Ich suche uns am gegen­über­lie­gen­den Main-Ufer eine Teich­land­schaft in der Nähe von Knetz­gau, in der wir einem kur­zen Lehr­pfad fol­gen, von einem Vogel­be­ob­ach­tungs­punkt Vögel beob­ach­ten und einen Angel­teich umwan­dern. Über die­sen Angel­teich führt eine Brü­cke; an den Brü­cken­pfei­lern hän­gen Schil­der, dass, wenn man unter der Brü­cke parkt, grillt, campt, zel­tet und alles mög­li­che andere macht, sein Auto sowie seine Erst­ge­bo­re­nen ver­liert usw. Kon­se­quen­ter­weise ste­hen des­halb unter der Brü­cke meh­rere Zelte, Fahr­zeuge und min­des­tens ein Grill, der dar­auf war­tet, den Fisch der dazu­ge­hö­ri­gen Ang­ler­aus­flugs­gruppe zu erhitzen.

Spä­ter stel­len wir direkt am Main unter der sel­ben Brü­cke unser Auto neben ein bereits gepark­tes Fahr­zeug in den Schat­ten. Der Fah­rer kommt just in die­sem Augen­blick vor­bei; auf die Frage, ob die Schil­der ernst zu neh­men seien, ant­wor­tet er: „Dann hätte in der Gechend nie­mand mehr ei Audo.“ Ver­stan­den. Danke.

Wir lau­fen kurz bis zu einer Schleuse, fin­den das Ensem­ble aber so unspan­nend, dass wir dar­auf weder Zeit noch Gedan­ken ver­schwen­den. Zurück geht es ins Häus­chen, wo ein Ruck­sack voll Bücher dar­auf war­tet, abge­ar­bei­tet zu werden.

Der Fuß ist immer­noch dick und wech­selt die Far­ben (also jetzt nicht stän­dig je nach Licht­ein­strah­lung oder stim­mungs­ab­hän­gig wie beim Kal­mar; schade eigent­lich …), bes­sert sich aber sicht­bar. Gum­mi­strumpf­test sehr erfolg­reich ver­lau­fen! Am Abend stol­ziert nach einer klei­nen Klop­pe­rei im Gebüsch eine grau geti­gerte Katze an uns vor­bei, behan­delt uns aber gebüh­rend, igno­riert uns also voll­kom­men. Egal: Katze, also gül­ti­ger Tag.

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