Blick über Zeil am Main von der Käppele aus

Franken, Zeil am Main 2026

Dienstag, 4. August:
Aussichtsturm und Burgruine Zabelstein

Die Tem­pe­ra­tu­ren errei­chen heute mit vor­her­ge­sag­ten 37 Grad ihr Wochen­ma­xi­mum, und wir haben die Wahl zwi­schen Her­um­lun­gern im Haus oder einem Aus­flug ins schat­tige Grüne. Wir wäh­len let­ze­res und machen uns auf die Reise nach Michelau.

Am Park­platz Neu­hof stel­len wir unser Auto stra­te­gisch durch­dacht in den schat­tigs­ten Schat­ten, und dann wagen wir, also Frau R., ihr Fuß und ich, mutig den Auf­stieg über einen sehr natur­be­las­se­nen Pfad mit teil­weise mäßi­ger Stei­gung und Gnub­be­lig­keit. Sinn­vol­ler­weise heißt der Weg auch noch „Wurm­steig“, weil man nicht neben­ein­an­der lau­fen kann. Es geht alles gut; da wir uns Zeit las­sen, kom­men wir gesund am Aus­sichts­turm an. Und durch den „bum­me­li­gen“ Auf­stieg über den Wald­pfad sehen wir eine Rin­gel­nat­ter, die sich durch das Laub schlän­gelt. Ich habe das letzte Mal eine Rin­gel­nat­ter gese­hen, da war ich ein Kind. Ist also eine halbe Ewig­keit her. Und es mag unty­pisch klin­gen, weil ich ja meis­tens für Tiere mit Fell zu begeis­tern bin, aber ich habe mich enorm gefreut, die­ses Rep­til in freier Wild­bahn zu sehen. Wird ja immer weni­ger, die hei­mi­sche Natur …

Die Treppe mit ihren unge­fähr 125 Stu­fen ris­kiert Frau R. nicht (ging auch mehr um den Abstieg), statt­des­sen infor­miert sie sich im Gebäude neben dem Aus­sichts­turm über Fle­der­mäuse. Ist wich­tig, denn wir sind ja Gäste in ihrem Gar­ten und sie sind zu Hause Nach­barn auf dem Fried­hof. Also die Fle­der­mäuse woh­nen auf dem Fried­hof, wir (noch) nicht 😉

Ich besteige tap­fer die Stahl­kon­struk­tion und werde mit einem gran­dio­sen Rund­blick sowie einer gran­dios auf den Kopf brut­zeln­den Sonne belohnt. Zwar habe ich LSF 50 auf den unbe­deck­ten Kör­per­stel­len, aber ein Risiko möchte ich trotz­dem nicht ein­ge­hen. Also geselle ich mich nach zehn Minu­ten wie­der zu mei­ner Frau, und gemein­sam suchen wir erfolg­reich einen beque­me­ren Weg für den Abstieg. Unbe­scha­det kom­men wir auf dem Park­platz an, fan­gen in Zeil noch Kuchen, Obst sowie in der Braue­rei Göl­ler eine Pro­be­menge Bier ein, und dann geht es zurück auf die Ter­rasse zu Lite­ra­tur und Laptop.

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