Freitag, 14. August:
Schloss Seehof bei Bamberg
Unweit von Bamberg steht ein Schloss, dass schon von der Autobahn aus schön aussieht. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts an die Familie von Zandt verkauft, welche es über mehrere Generationen herunterrockte, die umliegenden See- und Gartengrundstücke teilweise verkaufte, zum Schluss etliche der antiken Originalmöbel wie Schränke, Spiegel usw. durch Kopien ersetzte und den alten Kram dafür in alle Welt vertickte. Was vom undichten, heruntergekommenen Besitz noch übrig war, ging Anfang der 1990er Jahre für fünfeinhalb Millionen D‑Mark wieder ans Land Bayern, und 2026 stehen Schloss und Garten wieder in einem zumindest vorzeigbaren Zustand herum. Für die ursprünglich in Bayern angefertigten antiken „asiatischen“ Tapeten hatte man sich während der Rekonstruktion tatsächlich chinesische Künstler geleistet, im Garten erkennt man die nicht ganz so originalen Statuen an ihrer weißen Bemalung, und eine doch recht ansehnliche Brunnenkaskade bläst zur vollen Stunde schöne Fontänen in die Luft.
Das soll für heute aber auch reichen – so langsam haben die Füße ihr Urlaubs-Soll erreicht, und Frau R.’s wieder fast genesener Hinterhuf möchte noch etwas Ruhe.



















