Baye­ri­scher Wald 2020

Sams­tag, 8. August 2020:
Stein­klamm bei Spie­gelau

Das Augen­lid sieht aus, als wenn gleich ein Alien her­aus­springt. Ich bezweifle lang­sam die Effek­ti­vi­tät der Behand­lung mit Cor­ti­son und Anti­bio­tika und plane inner­lich schon einen drit­ten Aus­flug nach Deg­gen­dorf am Mon­tag.

Davon abge­se­hen gibt es aber an hei­ßen Tagen nichts schö­ne­res, als durch einen teil­weise schat­ti­gen Wald am Rande eines mur­meln­den Berg­bachs zu klet­tern. Die Stein­klamm, nicht allzu weit von unse­rem Feri­en­haus ent­fernt, bie­tet dazu gute Mög­lich­kei­ten. Wir neh­men den am wei­tes­ten ent­fern­ten Park­platz, mischen auf der Suche nach der Klamm noch eine Hoch­zeits­ge­sell­schaft auf, wel­che sich vor der Tou­ris­ten­info ver­sam­melt hat („Wir möch­ten KEINEN Alko­hol, nur Infos!“ – „Dös is guad so!“) und stei­gen dann ein in die Schlucht. Die etwas däm­li­che Park­platz­wahl sorgt am Welt­kat­zen­tag aber für Kon­takt mit gleich zwei Kat­zen, an denen wir sonst nur vor­bei­ge­rollt wären. Na bitte – nichts geschieht ohne Grund. Und ein solch schö­nes Fleck­chen Erde braucht auch gute Wäch­ter. 😉

In der Klamm selbst heißt es dann auf­pas­sen, wo man hin­tritt. Die Tour ist eigent­lich wirk­lich nichts für locke­res Schuh­werk oder Men­schen mit zuge­schwol­le­nen Augen­li­dern, die wegen des in die Augen rin­nen­den Schwei­ßes auch noch auf die Brille ver­zich­ten. Aber die Berg­geis­ter mei­nen es gut mit uns, und wir haben Spaß und Natur und Frisch­luft und Was­ser­plät­schern und Foto­mo­tive und ins­ge­samt eine sehr gute Zeit. Gegen Ende der Tour schließe ich einen Pakt mit mei­ner Frau, der besagt, dass ich nur aller paar Hun­dert Meter jam­mern werde – wegen der stei­len Stre­cke und des bren­nen­den Auges. Und Frau R. wird bestä­ti­gen, dass tat­säch­lich fast gar nicht gejam­mert wurde. 🙂

Der Weg zum Park­platz bie­tet auch noch ein­mal Gele­gen­heit zur Ein­kehr in den Werks­ver­kauf des ört­li­chen Glas­werks. Herr H. darf wegen all­ge­mei­ner Erschöp­fung drau­ßen blei­ben, trägt aber tap­fer die Kaf­fee-Glä­ser, die ich für ihn gekauft habe.

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