Baye­ri­scher Wald 2020

Mon­tag, 3. August 2020:
Mist­wet­ter

Ein klei­nes Mal­heur mit Frau R.’s Lese­brille sorgt für einen mor­gend­li­chen Abste­cher zu Fiel­mann ins etwa 20 Kilo­me­ter ent­fernte Deg­gen­dorf. Dort poliert man flink eine Scharte aus, wir über­fal­len noch die lokale Tou­ris­ten­info und rei­sen dann wie­der zurück gen Feri­en­haus.

Wie schon vor­her­ge­sagt, wird das Wet­ter heute und mor­gen alles andere als out­door­ge­eig­net. Wir rol­len kurz nach Ruh­manns­fel­den und suchen den EDEKA sowie den Bäcker Mader auf, um uns für die nächs­ten Tage mit allem zu ver­sor­gen, was wich­tig ist – also Bröt­chen und Kuchen, Was­ser sowie Vege­ta­rier­fut­ter für Frau R. Ansons­ten bleibt der Tag den Büchern, dies­mal auf der Couch, denn unter dem Haus ist es etwas frisch. Und wer bis zu die­ser Stelle noch gezwei­felt hat, dass eine Les­e­couch essen­ti­elle Vor­aus­set­zung für einen gelun­ge­nen Urlaub ist, der ist sicher­lich jetzt eines bes­se­ren belehrt.

Wir ler­nen end­lich auch den Her­ren des Hofes ken­nen, plau­schen mit­ein­an­der, erle­di­gen den Papier­kram und wer­den mit einer Begrü­ßungs­do­sis loka­len Biers – Fal­ter Lager und Hell, bei­des sehr süf­fig – ver­sorgt. Er bemüht sich auch, hoch­deutsch zu spre­chen, was aber gar nicht nötig ist. Schließ­lich möchte ich auch lin­gu­is­tisch in mei­nem Urlaubs­land ankom­men und habe mir sogar schon ange­wöhnt, zum Gruß ein zünf­ti­ges „Ser­vus!“ erschal­len zu las­sen. „Grüß Gott“ wäre Blas­phe­mie und bei „Pfüerti“ wird die Aus­spra­che doch etwas feucht.

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