Baye­ri­scher Wald 2020

Don­ners­tag, 6. August 2020:
Gebraucht­tag mit Abste­cher

Beim Blick in den Spie­gel mel­det mein bereits vor dem Urlaub ange­schla­ge­nes rech­tes Auge, dass es heute zu einem Augen­arzt gebracht wer­den möchte. Wenn man das eigene Augen­lid stän­dig im Blick­feld hat, dann wird es eben Zeit …

In Regen gibt es ein paar Augen­ärzte. Der erste hat theo­re­tisch geöff­net, ist prak­tisch aber im Urlaub. Der zweite hat don­ners­tags immer geschlos­sen. Ich ver­liere so lang­sam die Reste mei­ner Urlaubs­laune und rufe auf gut Glück eine Pra­xis in – tat­taa! – Deg­gen­dorf an. Nach einer ers­ten tele­fo­ni­schen Stand­pauke gewährt man mir eine Audi­enz, wenn ich es schaffe, in For­mel-1-Geschwin­dig­keit vor­bei­zu­kom­men.

Die Warte- und Behand­lungs­zeit liegt dann aller­dings auch rekord­ver­däch­tig bei ca. einer Stunde, wir müs­sen noch nicht ein­mal die Kurz­park­uhr neu füt­tern. Ich ver­bringe eine gera­dezu ver­gnüg­li­che War­te­zeit im War­te­zim­mer der Augen­arzt­pra­xis. Wäh­rend ich vor­gebe zu lesen, tau­che ich in das Lokal­ko­lo­rit einer Arzt­pra­xis in einer baye­ri­schen Klein­stadt ein. Dabei ver­bes­sert sich mein Ver­ständ­nis des loka­len Dia­lekt merk­lich. Und ich stelle fest: Die kochen auch nur mit Was­ser. 😉

Den ange­bro­che­nen Tag ver­su­che ich, mit einem Aus­flug nach Rinch­nach zu ret­ten, eine Klein­stadt zwi­schen Regen und Fra­ters­dorf, wel­che sich als Fle­der­maus­stadt bezeich­net. Wir fin­den einen „Fle­der­maus­lehr­pfad mit Spiel­platz“, fah­ren die­sen auch an, stel­len fest, dass der Pfad ca. 100 Meter lang ist (was nicht wirk­lich schlimm ist, aber der in den Lehr­pfad inte­grierte Spiel­platz ist von schrei­en­den Kin­dern über­füllt, was bei mir erheb­li­ches Unbe­ha­gen ver­ur­sacht), stra­wan­zen des­halb noch ein wenig durch den Wald und fah­ren dann wie­der heim zu Lek­türe und Schmack­of­atz, wel­ches ich kurz­ent­schlos­sen in Rinch­nach orga­ni­siere. Die Bäcker dort haben zwar nach 12 Uhr geschlos­sen, aber ein Wirts­haus ver­kauft mir freu­dig meh­rere Rie­sen­stü­cke Kuchen to Go. Jip­pie!

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