North Marston 2017

Samstag, 19.08.2017: Finemere Wood (eigentlich) /​Quainton (schlussendlich)

Heu­te haben wir kei­ne Lust auf lan­ge Aus­flü­ge. Da kommt die Idee gera­de zur rech­ten Zeit, sich ein in der Nähe von Quain­ton lie­gen­des Wald­stück namens Fine­me­re Wood anzu­schau­en, in dem Vögel, Schmet­ter­lin­ge und Fle­der­mäu­se ein Zuhau­se haben und auch gro­ße Eichen her­um­ste­hen. Herr H. umschreibt das Aus­flugs­pro­gramm wie Ka, die Schlan­ge aus Dis­neys „Das Dschun­gel­buch“ und so bin ich enthu­si­as­miert, wel­che Schmet­ter­lin­ge und Fle­der­maus­höh­len zu ent­de­cken sind.

Die Weg­be­schrei­bung ist ein wenig schwam­mig, und eine Aus­schil­de­rung dahin gibt es nicht. Wir rol­len des­halb noch­mal nach Quain­ton zurück, um nach dem genau­en Weg zu fra­gen. Im loka­len Tor­ten­la­den kann mir ein älte­res Ehe­paar eine unge­fäh­re Aus­kunft geben – man war vor 25 Jah­ren mal da –, aber sicher­heits­hal­ber schleift mich die Besit­ze­rin eine Tür wei­ter in den Pub, wo ich von der Bar­che­fin eine sehr detail­lier­te Aus­kunft bekom­me. „Wenn Sie an der Eisen­bahn­brü­cke sind, sind Sie zu weit.“ 😉

Aller­dings kann uns auch die­se nicht in den Wald brin­gen, denn kurz davor ist der Fuß­weg dort­hin von meh­re­ren geschlos­se­nen Toren und einer Lage Sta­chel­draht ver­sperrt. Der Public Foot­path, wel­cher kurz vor die­sen Toren nach rechts abzweigt, bringt uns zwar über ein paar Wei­den und in die Nähe einer Kuh­bri­ga­de, aber auch kei­nen Schritt näher an unser Ziel. Die Zäu­ne und der Sta­chel­draht sind ein­fach unüber­wind­lich. Auf den Rück­weg zum Auto sehe ich vor mei­nem geis­ti­gen Auge, wie die Anwoh­ner kichernd hin­ter den Büschen hocken und neue Wet­ten anneh­men, wie vie­le Men­schen die­sen Monat noch den Weg nach Fine­me­re Woods fin­den wol­len.

Gefrus­tet rol­len wir wie­der nach Quain­ton zurück, beschlie­ßen auf dem Weg dahin aber, wenigs­tens auf den gro­ßen Hügel neben dem Dorf zu klet­tern. Der Zugang dahin führt eben­falls über RVG-Land und ist dem­entspre­chend ver­mint (ein Kuh­fla­den neben dem ande­ren; aber dafür hat­ten wir ja schon auf unse­rer Suche nach dem Zugang zu Fine­me­re Woods geübt), aber irgend­wann ste­hen wir tat­säch­lich auf dem Dach der Welt und voll im Sturm. Es reicht für einen sehr schö­nen Blick über die Gegend und ein paar Fotos. Her­nach lau­fen wir noch ein wenig durchs Dorf und zur Kir­che, dann ruft aber ein hal­ber Scho­ko­ku­chen aus North Mars­ton nach uns. Und obwohl die Eltern von Rachel heu­te samt Hun­den abge­reist sind, lässt sich kei­ne Kat­ze sehen. Wahr­schein­lich wol­len sie noch war­ten, ob das Ter­rain wirk­lich sicher ist.

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