Harz 2016

03.08.2016: Luchs­ge­hege und Raben­klippe bei Bad Harz­burg

Ähks­bähks­wet­ter, eigent­lich ges­tern hoch Zwei. Es schüt­tet, als wir uns auf den Weg nach Bad Harz­burg machen, um – völ­lig egal bei wel­chem Wet­ter – einen oder ein paar Bli­cke auf die dort woh­nen­den Luchse zu wer­fen.

Aber irgend­was machen wir wohl rich­tig. Obwohl die Hin­fahrt durchs Gebirge in der einen oder ande­ren Wolke gip­felt und die Ser­pen­ti­nen eher Som­mer­ro­del­bah­nen sind, geht unglaub­li­cher­weise wenige Minu­ten nach unse­rer Ankunft die Sonne auf. Es wird echt warm, und wahr­schein­lich ist Bad Harz­burg heute der ein­zige Fleck in der Gegend, der damit ange­ben kann. Wir suchen uns die rich­tige Bus­li­nie zur Raben­klippe und schle­cken wäh­rend der War­te­zeit sogar noch ein Eis (Frau R.: But­ter­keks und Joghurt, ich: Erd­beer und Strac­cia­tella).

Die Bus­li­nie 875 besteigt man am Bes­ten direkt am Bahn­hof oder spä­tes­tens eine oder zwei Sta­tio­nen spä­ter. Erwischt man näm­lich einen Bus, der kurz vor der Luchs­füt­te­rungs­zeit an der Raben­klippe ankommt, dann über­steigt das Inter­esse an Fahr­ten das Platz­an­ge­bot im Bus um eini­ges – soll hei­ßen, man kommt nicht mit oder steht bes­ten­falls ölsar­di­nig ohne Chance auf einen Aus­stieg an einer der Zwi­schen­hal­te­stel­len.

Wir haben jeden­falls Sitz­plätze und kom­men ganz ent­spannt am Luchs­ge­hege an, auch wenn sich das Wet­ter bereits wie­der ein­trübt. Ich stelle mich auf einen Aus­sichts­turm, Frau R. ver­tum­melt sich direkt am Luchs­zaun. Der Erklär­mensch ist wegen teil­ka­put­ter Mikro­fon­tech­nik auch nur teil­ver­ständ­lich, aber Frau R. ver­wi­ckelt ihn im Anschluss an die Füt­te­rung noch in ein län­ge­res Gespräch, das keine Fra­gen offen lässt.

Her­nach bewe­gen wir uns zur nur ca. 100 Meter ent­fern­ten Raben­klippe, gucken kurz übers Land, ver­zie­hen uns aller­dings wegen zuneh­men­den Win­des schnell in den Wald. Da der Rück­bus erst gegen 17.15 Uhr wie­der los­fah­ren würde, beschlie­ßen wir, die bereits bezahlte Rück­fahrt in den Wind zu schie­ßen und durch den Wald nach Bad Harz­burg zu lau­fen. Es geht immer schön bergab, Frau R. ist kaum zu brem­sen und nach dem einen oder ande­ren Foto ein­zu­ho­len, aber immer­hin sind wir dadurch zei­ti­ger am Auto, als wir es mit der Bus­li­nie gewe­sen wären.

Heim­flug nach Elend durchs Mist­wet­ter, danach Abend­brot und Gemüt­lich­keit.

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