Harz 2016

02.08.2016: Wer­ni­ge­rode

Örks­wet­ter. Wir gehen auf Num­mer Sicher und ent­schei­den uns für einen Aus­flug ins Städt­chen Wer­ni­ge­rode – weil es so nahe dran ist, dass wir bei noch zuneh­men­de­rem Örks schnell wie­der zuhause wären und weil wir so nicht bei brü­ten­der Hitze und Sand­stür­men zum Schloss lat­schen müs­sen.

Die Innen­stadt von Wer­ni­ge­rode ist alt und ver­win­kelt und his­to­risch und Fach­werk und Geschichte; davon abge­se­hen ist sie aber auch in ver­tret­ba­rer Zeit zu erlau­fen, zumal wenn es anfängt zu pie­seln und man lie­ber ins Tro­ckene will.

Eine tro­cke­ner Platz ist zum Bei­spiel das erwähnte, über der Stadt thro­nende Schloss. Wir stel­len unser Auto etwas unter­halb auf einem klei­nen, kos­ten­lo­sen Park­platz am Mar­stall ab und erklim­men die rest­li­chen Höhen­me­ter zu Fuß. Ver­gli­chen mit der gest­ri­gen Wald-und-noch-mehr-Wald-und-Berge-Tour hal­ten sich die Stra­pa­zen in Gren­zen, und so kön­nen wir erst­mal ent­spannt die Aus­sicht vom Schloss­hof über die Stadt genie­ßen – es hat auf­ge­hört zu tröp­feln!

Das Schloss selbst lässt sich auch besich­ti­gen, zahl­rei­che Räume in stil­vol­ler Aus­stat­tung aus der Zeit um den Wech­sel vom neun­zehn­ten zum zwan­zigs­ten Jahr­hun­dert las­sen uns ehr­fürch­tig erschau­ern oder auch belus­tigt kichern. In die Bet­ten von damals will heute nie­mand mehr, aber dafür war das Was­ser­klo moderns­ter Stand der Tech­nik. War, denn im Moment sind davon nur die Flie­sen übrig, und des­halb spen­den wir gern für die Anschaf­fung eines ori­gi­nal­ge­treu nach­ge­form­ten Por­zel­lan­mö­bels.

Auf dem Rück­weg rut­schen wir geplant an der Har­zer Baum­ku­chen­ma­nu­fak­tur vor­bei, unge­plant schiebt sich aller­dings noch der Werks­ver­kauf der Argenta-/Gu­bor-/Wer­geno-Scho­ko­la­den­fa­bri­ken direkt vors Auto. Wir kön­nen nicht wider­ste­hen und rol­len mit ca. 30.000 Kalo­rien im Gepäck nach Elend, wo Frau R. ganz schnell erst­mal ihren Unter­zu­cke­rungs­zu­stand mit „Bahn­schwel­len“, einem Baum­ku­chen­ne­ben­pro­dukt, behan­deln muss.

Das Wet­ter bleibt heute örks und wir des­halb für den Rest des Tages in unse­ren vier Wän­den.

Was Du siehst, gefällt Dir? Bitte wei­ter­sa­gen:

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.