Eifel, Gerolstein 2019

Donnerstag, 8. August 2019:
Trier

Wir fah­ren nach Karl-Marx-Stadt! Trier an der Mosel ist bekannt und berühmt für sei­nen voll­bär­ti­gen Visio­när. Und natür­lich auch ein biss­chen für die Tat­sa­che, die ältes­te Stadt Deutsch­lands zu sein, was Trier mit eini­gen Bau­wer­ken aus der Römer­zeit beweist.

Auf dem Weg zum Tages­ziel rol­len wir durch eine Eifel, in deren Wäl­dern der Nie­der­schlag der letz­ten Nacht als dich­ter Nebel in den war­men und son­ni­gen Mor­gen auf­steigt. Wow, das ist ein Anblick! Ich neh­me mir vor, beim nächs­ten zei­ti­gen Tages­be­ginn Fotos zu machen – es bleibt aller­dings für den Rest des Urlaubs beim Vor­satz, denn so impo­sant sehen wir das Schau­spiel nie wie­der …

Zei­ti­ge Anrei­se sichert übri­gens einen Platz in einem der zwar vor­han­de­nen, aber eben auch drin­gend benö­tig­ten und meist gut aus­ge­las­te­ten Park­häu­ser. Den Ein­fall­stau gegen 10 Uhr umge­hen wir, indem wir nicht wie vor­ge­schla­gen von Nor­den aus kom­mend nach links über die Brü­cke rol­len, son­dern an ein paar Hun­dert Meter Stau rechts vor­bei, um dann nach einer raschen Wen­de qua­si ohne War­te­zeit über die Brü­cke zu gelan­gen.

Wir star­ten an der Tou­ris­ten­in­fo, wel­che sinn­vol­ler­wei­se gleich an der Sehens­wür­dig­keit der Stadt über­haupt liegt: der „Por­ta Nigra“. Von da aus schnu­deln wir durch beleb­te Stra­ßen und Gas­sen, gemein­sam mit einer hal­ben Mil­li­on ande­rer Tou­ris­ten. Damit hat­ten wir aber schon gerech­net. Aber so voll fand ich es gar nicht. Hat sich irgend­wie alles gut ver­teilt.

Neben uralten Gebäu­den gibt es auch jede Men­ge alte Gebäu­de (von denen eini­ge ein­ge­rüs­tet oder wegen eines bevor­ste­hen­den Fes­tes von Fest­zel­ten ver­deckt waren), prot­zi­ge Gebäu­de, hol­zi­ge Gebäu­de, bun­te Gebäu­de, den Dom, die Lieb­frau­en- und wei­te­re Kir­chen, wei­ße Gebäu­de und Gebäu­de mit lecker Kuchen drin. Vor einem sol­chen gön­nen wir uns nach ca. vier Stun­den Fuß­marsch durch Trier schmack­of­at­zi­ge Tört­chen, und so gestärkt schaf­fen wir es pro­blem­los wie­der zurück zum Fahr­zeug. Kurz vor 17 Uhr fal­len wir auf unse­re Ter­ras­se und lesen bis zum Abend­brot.

Mor­gen wird übri­gens der Kühl­turm des KKW Mühl­heim-Kär­lich – das ein­zi­ge KKW in Rhein­land-Pfalz – abge­ris­sen bzw. zum Ein­sturz gebracht. Die­ses KKW wur­de ab 1975 gebaut, 1986 in Betrieb und 1988 wie­der vom Netz genom­men. Der Atom­strom­klum­pen stand über 40 Jah­re in der Gegend her­um und hat in der Zeit sagen­haf­te 13 Mona­te lang tat­säch­lich Strom gelie­fert. Der Bau kos­te­te umge­rech­net unge­fähr 3,5 Mil­li­ar­den EUR, die Kos­ten für den Abriss wer­den auf etwas über 700 Mil­lio­nen EUR geschätzt …

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