Eifel, Gerol­stein 2019

Diens­tag, 13. August 2019:
Mons­chau

In einem klei­nen, tie­fen Eifel­tal liegt – male­risch hin­dra­piert und von end­los vie­len schma­len, stei­len Gas­sen durch­zo­gen – die Stadt Mons­chau. Tou­ris­tisch eben­falls alles andere als unbe­kannt, stellt sie den letz­ten Pflicht­pro­gramm­punkt unse­res Urlaubs dar.

Die kür­zeste Anfahrts­route führt – örks! – auf einem klei­nen Teil durch Bel­gien. Aber bis auf die Schieß­übungs­hin­weis­schil­der bie­tet sie einen erstaun­lich ange­neh­men Anblick und ein durch­aus pas­sa­bles Fahr­erleb­nis, auch oder viel­leicht gerade weil so gut wie keine Bel­gier per Auto auf der Stre­cke unter­wegs sind. Meine anfäng­li­che Panik ver­flüch­tigt sich einen Kilo­me­ter nach der Grenze, außer­dem sehen wir unter­wegs noch eine nied­li­che Katze, und so kom­men wir recht ent­spannt gegen 10 Uhr in Mons­chau an. Und lan­den in einem wirk­lich alten Park­haus („Sei­den­fa­brik“) aus einer Zeit, in der es noch keine SUVs gab und der VW Golf halb so lang war. Mit drei Zügen in die Park­lü­cke, in die Auf- und Abfahr­ten nicht ohne Kor­rek­tur­zug – herr­lich.

Vom Park­haus lat­schen wir los in Rich­tung Orts­mitte, pen­deln aus Ver­se­hen ein paar Mal an der Tou­ris­ten­info vor­bei, was aber egal ist, weil die Wege nicht lang sind. Die Frage nach einem Stadt­rund­gang bean­wor­tet ein Plan, auf wel­chem ein sol­cher mit ca. 2,5 Kilo­me­ter Länge ein­ge­zeich­net ist. Da wir im Park­haus ein Tages­ti­cket gelöst haben, könn­ten wir also theo­re­tisch pro­blem­los um die vier oder fünf Run­den dre­hen.

Prak­tisch wer­den es weni­ger, weil wir uns auch noch­mal auf den Hügel ober­halb der Stadt bewe­gen. Die Burg ist zwar wegen Fes­ti­val­vor­be­rei­tun­gen geschlos­sen, aber auch so nur eine Jugend­her­berge, also eh nicht allzu sehens­wert. Dafür hat man aber einen wun­der­ba­ren Blick übers Städt­chen, über­all Motive, Motive, Motive … Außer­dem besu­chen wir den Laden einer his­to­ri­schen Senf­mühle am Ein­gang zur Stadt, pro­bie­ren uns durch diverse Senfe, Chut­neys, Pas­ten, Öle, Essige und Liköre und schla­gen am Ende natür­lich auch zu.

Spä­ter gehen Frau R. und ich sogar getrennte Wege, wir tref­fen uns aber nach einer Stunde wie­der zum gemein­sa­men Kaf­fee­trin­ken und Süß­wa­ren­ein­kauf. Falls ihr in der Gegend seid: Ihr müsst im Café Kau­lard (www.cafekaulard.de) unbe­dingt die „Möpp­chen“ pro­bie­ren, kleine leckere Leb­ku­chen, die sofort süch­tig machen!

Den Rück­weg nehme ich frei­wil­lig noch ein­mal durch Bel­gien (Hypo­sen­si­bi­li­sie­rung?), und gegen 16.30 Uhr sind wir wie­der in Gerol­stein. Ein Abste­cher zum Bau­ern um die Ecke zum Zwe­cke des Honi­g­er­werbs bleibt zwar erfolg­los (Bauer nicht da, öff­nende Dame ohne Ahnung), aber dafür sehen wir noch eine Katze. Ein abso­lut gül­ti­ger Tag also.

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