Eifel, Gerolstein 2019

Montag, 12. August 2019:
Gerolsteiner Dolomiten

Die Wet­ter­vor­her­sa­ge ist sich nicht sicher und lässt auf Regen am Nach­mit­tag schlie­ßen. Wir ent­schlie­ßen uns zu einem noch­ma­li­gen spä­ten Auf­ste­hen und rol­len gegen 12.30 Uhr los zu einer Wan­de­rung durch die Gerol­stei­ner Dolo­mi­ten. (Der Name scheint über­trie­ben, ist es auf Grund der doch teil­wei­se stei­len Wege und natür­lich der Gesteins­art wegen nicht.)

Von einem klei­nen Park­platz unter­halb der Fel­sen stap­fen wir tap­fer einen gewun­de­nen Pfad nach oben, und schon zwan­zig Minu­ten spä­ter kön­nen wir die wun­der­ba­re Aus­sicht von der „Mun­ter­ley“, einer der begren­zen­den Fels­for­ma­tio­nen in den Gerol­stei­ner Dolo­mi­ten, über Gerol­stein bis weit ins Land genie­ßen.

Von der Mun­ter­ley bringt uns ein leicht begeh­ba­rer, ziem­lich gera­der Pfad zum zwei­ten Stopp, der Buchen­loch­höh­le. Die­se ist nicht so groß wie die Eis­höh­len bei Bir­res­born, und um ein wenig wei­ter hin­ein­zu­klet­tern, bräuch­te man neben der obli­ga­to­ri­schen star­ken Taschen­lam­pe auch noch Steig­ei­sen, denn das anstei­gen­de Fels­ge­stein ist vom Tropf­was­ser arg rut­schig.

Die Höh­le ver­stopft sich zuse­hends mit Fami­li­en, was uns auf­bre­chen lässt zum nächs­ten Punkt auf der Wan­der­rou­te, näm­lich zur Papen­kau­le, einem wei­te­ren ehe­ma­li­gen Vul­kan­kra­ter. Die­ser ist, weil schon ein paar Jah­re nicht mehr aktiv, schön grün bewach­sen, fällt sanft ab und wirkt zwar groß, aber unspek­ta­ku­lär.

So lang­sam wird der Him­mel grau, und bis Gerol­stein zurück sind es noch zwei Kilo­me­ter. Wir beschleu­ni­gen etwas, lau­fen flink noch über den „Jud­de-Kirch­hof“, die Rui­nen eines Anfang des neun­zehn­ten und dann noch­mal Mit­te des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts aus­ge­gra­be­nen gal­lo-roma­ni­schen Umgangs­tem­pels, und spi­cken dann hang­ab­wärts unter­halb der „Hust­ley“, einer wei­te­ren Fels­for­ma­ti­on am Rand von Gerol­stein, wie­der ins Stadt­le­ben.

Mitt­ler­wei­le reg­net es doch spür­bar, wes­halb ich Frau R. in einen Haus­ein­gang nöti­ge und rit­ter­lich allein das ein paar Hun­dert Meter wei­ter ste­hen­de Auto hole, um damit die bes­te Ehe­frau der Welt tro­cken abzu­ho­len. Ich wer­de dafür beim Bäcker mit Kuchen belohnt, und nach einem kur­zen Ein­kaufs­halt sind wir gegen 16.15 Uhr wie­der im Feri­en­haus.

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