Eifel, Gerolstein 2019

Sonntag, 11. August 2019:
Birresborn, Eishöhlen und Vulkan Kalem

Nach dem gest­ri­gen Trepp­auf-Trepp­ab wird heu­te ein Schon­tag aus­ge­ru­fen. Wir ste­hen spät auf und set­zen uns dann für einen klei­nen Aus­flug nach Bir­res­born ins Auto. In der Nähe des Ortes gibt es ein paar Höh­len und einen alten Vul­kan­kra­ter – was ziem­lich kon­se­quent ist, wenn man bedenkt, dass wir hier in der Vul­kan­ei­fel sind.

Die Anfahrt zu den Eis­höh­len gestal­tet sich unkom­pli­ziert, ein Park­platz in unmit­tel­ba­rer Nähe ist schnell gefun­den. Wenn ihr die Höh­len besich­ti­gen wollt: Taschen­lam­pe mit­neh­men. Und zwar eine gute. Mit vol­len Bat­te­rien bzw. Akkus. In den Höh­len, die z. T. geschätz­te 30 – 50 Meter in den Berg hin­ein­füh­ren, gibt es kein Licht. Wirk­lich keins. Null. Es ist zap­pen­dus­ter. Wenn Euch am Ende der Höh­len die Lam­pe aus­geht, wird es unge­müt­lich, denn es ist selbst im Som­mer eis­kalt. Und falls ihr die letz­ten Besu­cher des Tages sein soll­tet, dann habt ihr ohne aus­rei­chend Licht ein ech­tes Pro­blem. Die Höh­len bie­ten Fle­der­mäu­sen ein Win­ter­schlaf­quar­tier, wes­halb sie einen Teil des Jah­res ver­git­tert sind.

Vor den Höh­len gibt es noch ein biss­chen Eifel­na­tur und ‑wald zu betrach­ten, aber dann treibt es uns wei­ter.

Wir set­zen das Auto um auf einen klei­nen Park­platz (eher eine Park­bucht) unter­halb des Vul­kans Kalem. Tip: Wenn Ihr den Vul­kan ein­fach fin­den wollt, dann geht dort nicht sofort hügel­an in den Wald, son­dern wan­dert auf der K77 ein paar Meter berg­ab­wärts zurück, bis ihr einen asphal­tier­ten Land­wirt­schafts­weg fin­det. Wenn ihr dem sowie den dort vor­han­de­nen Weg­wei­sern folgt, kommt ihr sicher zum Vul­kan­kra­ter.

Direkt den Hügel hoch sieht das näm­lich ganz anders aus. Zwar gibt es jede Men­ge Lücken zwi­schen den Bäu­men, die wie Pfa­de aus­se­hen, aber die­se sind trü­ge­risch, geröll­durch­setzt, über­wach­sen und davon abge­se­hen ver­dammt steil. Weg­wei­ser sind Man­gel­wa­re, und gegen die­se Pseud­opf­a­de waren die Manderscheid’schen Wege gut aus­ge­bau­te Auto­bah­nen … Wir bre­chen den Auf­stieg nach einer Wei­le ab, bevor wir uns die Kno­chen ver­ren­ken, fol­gen statt­des­sen einem Rund­weg und lan­den, nach­dem wir noch ein biss­chen Aus­sicht über die Eifel genie­ßen, Pil­ze fin­den und Wein­berg­schne­cken stö­ren, auf oben erwähn­ter Asphalt­pis­te. Obwohl der Him­mel lang­sam zuwölkt, geben wir uns nicht geschla­gen, stap­fen tap­fer durch die Land­schaft und gelan­gen zu guter Letzt tat­säch­lich doch noch zum ehe­ma­li­gen Schlund des Kalem.

Die­sen umwan­dern wir her­nach auf einem Weg, wel­cher links von Sta­chel­draht und rechts von Dor­nen­bü­schen begrenzt wird. Und nach­dem wir wie­der auf der stra­ßen­wär­ti­gen Sei­te des Mas­sivs lan­den, pro­bie­ren wir den Abstieg auf stei­lem Geläuf. Ein paar Flü­che und Schürf­wun­den wei­ter haben wir es end­lich geschafft und fal­len gegen 15.45 Uhr in unse­ren PKW. Eine Ein­ge­bung lässt mich noch­mal nach Bir­res­born rol­len, und tat­säch­lich: Der Bäcker dort hat sonn­tags(!) von 7 bis 18 Uhr(!) geöff­net. Wir kau­fen süße Teil­chen für Frau R. und Tor­te für mich, denn ich brau­che nach die­sem Aus­flug defi­ni­tiv Zucker, und zwar schnell.

Das Wet­ter bes­sert sich dann wie­der, und der Abend endet bei Wein und Buch auf der Ter­ras­se.

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