Der Goldene Reiter am Anfang der Hauptstraße.

Dresden mit der Werra 1c am 25. Juni 2025

Vorgeschichte

Nach­dem ich mit der FED Lust auf die ana­loge Foto­gra­fie bekom­men hatte, kam mir eine Kamera in den Sinn, wel­che mir von mei­nem Vater hin­ter­las­sen wurde.

Es geht um eine Werra 1c mit einem Tes­sar 50/2,8 aus dem Eis­fel­der Werk von Carl Zeiss Jena, gebaut irgend­wann zwi­schen 1961 und 1964. Diese Kamera ist schon seit Ewig­kei­ten in mei­ner Fami­lie – bereits mein Groß­va­ter war damit unter­wegs und doku­men­tierte seine Rei­sen, meist als Dia­po­si­tive. Einige davon sind auch heute noch in einem Kar­ton gela­gert, ich müsste sie nur mal wie­der durch­se­hen … Die Werra ist ein wun­der­bar ein­fa­cher Kas­ten. In der Kopf­platte befin­den sich ledig­lich Aus­lö­ser und Sucher. Der Auf­zug geschieht mit einem Ring um das Objek­tiv. Die Boden­platte ent­hält die ande­ren wich­ti­gen Ele­mente wie Bild­zähl­werk, Rück­spul­kur­bel und Blitz­syn­chron­ein­stel­lung. Die Foku­sie­rung geschieht aus­schließ­lich per Ent­fer­nungs­ein­stel­lung am Objek­tiv; man muss im Nah­be­reich also gut schät­zen oder bes­ser gleich mes­sen, denn eine opti­sche Fokus­hilfe wie bei der FED gibt es nicht. Die Objek­tiv­schutz­kappe dient, sobald man den klei­nen Front­de­ckel abge­schraubt hat, als Streulichtblende.

Die Werra machte auf den ers­ten Blick jeden­falls einen eben­falls intak­ten Ein­druck, bis auf den Selbst­aus­lö­ser – der läuft nicht mehr ab, was aber ver­schmerz­bar ist. Also habe ich der Kamera für einen ers­ten Test einen Kent­mere Pan 400 gegönnt und bin damit ein wei­tere Runde durch Dres­den gelau­fen. Die Scans stam­men dies­mal nicht vom Nega­tiv, son­dern von Aus­be­lich­tun­gen, die Qua­li­tät ist des­halb nicht allzu berau­schend. Aber: Die Kamera funk­tio­niert eben­falls noch!

Werra 1c mit Objektivschutzkappe als Streulichtblende

Spaziergang am 25. Juni 2025

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