Hain-Gründau, Hessen 2024

Freitag, 16. August:
Bad Orb

Letz­ter Urlaubs­tag in Hes­sen – wir rei­sen, nach­dem wir in Steinau bei Fink noch ein­mal leckere Bröt­chen ein­ge­sam­melt haben, in den Trink­kur­ort Bad Orb. Der hat eine über­schau­bare, zu Tei­len alte Innen­stadt, in der sich Leer­stand und enges Mit­ein­an­der abwech­seln. Das Quell­was­ser muss man pro­biert haben, um her­aus­zu­fin­den, dass man es pro­biert haben muss. Ich will spon­tan zurück an die Was­ser­stelle nach Gerol­stein und kratze mir das Salz von der Zunge. Hui, 200 Mil­li­li­ter emp­foh­lene Tages­höchst­menge für Per­so­nen mit mehr als 50 Kilo­gramm – ich würde nicht die Hälfte davon her­un­ter bekom­men. Gera­dezu lächer­lich zu dem Gebräu aus Glau­ber­salz, dass jedes Jahr den Auf­takt zu mei­ner Fas­ten­wo­che gibt!

Das Beste an Bad Orb ist das alte Gra­dier­werk, eine unge­fähr 150 Meter lange Holz­halle, an deren Sei­ten­wän­den aus Moos und Wur­zeln Salz­was­ser nach unten rie­selt. Man läuft durch einen wun­der­bar küh­len Tun­nel und atmet die feuchte und salz­hal­tige Luft ein, und das ist wirk­lich rich­tig, rich­tig schön! Oh ja. Die Bron­chien und die Neben­na­sen­höh­len haben geju­belt. Und ich denke, wenn man am Tag mehr­mals durch­geht, hat sich eine sicht­bare Salz­kruste gebildet.

Der ein­zige offene Pap­pert-Bäcker, den wir kurz vor der Abfahrt fin­den, hält ein wie­der ein­mal über­schau­ba­res Ange­bot an Kuchen bereit, aber egal – Haupt­sa­che Kuchen.

Wir rol­len nur noch flink zum Bad Orber Wart­turm, der sich im Gegen­satz zu dem in Geln­hau­sen als Turm mit einem wei­ten und schö­nen Aus­blick her­aus­stellt. Laut Erklär­ta­fel der beste Über­blick über den Spes­sart. Vor lau­ter Freude mache ich zwar Auf­nah­men von der Stadt, aber nicht vom Turm; der sieht jedoch mehr oder weni­ger so aus wie das Äqui­va­lent in Geln­hau­sen, nur dass eine Treppe außen nach oben führt.

Und das soll es mit Aus­flü­gen für die­ses Jahr gewe­sen sein.

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