Eifel, Huppenbroich 2025

Dienstag, 5. August:
Nideggen

Burg Nid­eg­gen ist uns am Anrei­se­tag beim Vor­bei­fah­ren auf­ge­fal­len, und weil Nid­eg­gen auch direkt um die Ecke liegt, pro­bie­ren wir es noch­mal mit einer Burg.

Wir par­ken direkt neben der Tou­ris­ten­in­for­ma­tion, und als Stadt­wan­der­karte bekom­men wir etwas in der Anmu­tung eine ver­grö­ßerte Kopie aus einem grö­ße­ren Kar­ten­plan oder einem Screen­shot von Google Maps – keine Ahnung. Hilf­reich ist das Blatt nicht, ande­rer­seits ist Nid­eg­gen auch alles andere als groß, zumin­dest was den his­to­ri­schen Kern vor der Burg betrifft. Wir mäan­dern also auf eigene Faust, ver­lau­fen kann man sich eigent­lich nicht. Und wir ste­hen etwas eher als erwar­tet dann schon vor der Burg.

Diese wurde lei­der im Zwei­ten Welt­krieg stark beschä­digt, sodass nur noch eine Teil der Außen­mau­ern erhal­ten ist und man ledig­lich einen alten Turm wie­der rekon­stru­iert und einen ande­ren Turm als Aus­sichts­platt­form her­ge­rich­tet hat. Keine Ahnung, was an Burg Nid­eg­gen so wich­tig war, dass man sie zu Klump bom­ben musste, aber so ist es nun einmal.

Immer­hin befin­det sich im Turm eine Aus­stel­lung über meh­rere Eta­gen, wel­che man über beque­men Wen­del­trep­pen errei­chen kann statt über die alten Stie­gen. Im Turm­kopf fin­det man einen mit­tel­arl­ter­li­chen „Markt“ mit ein paar typi­schen „Mark­stän­den“ – für Kids sicher span­nend, für die Erwach­se­nen tut es die Aus­sicht. Übri­gens waren die Salz­blö­cke beim „Salz­händ­ler“ echt. Was? Man war zum Mit­ma­chen auf­ge­for­dert. Und wie soll um die Ware gefeilscht wer­den, wenn man die Qua­li­tät nicht kennt!

Von ganz oben steigt man dann über steile und noch stei­lere Trep­pen nach ganz unten, wo sich die Schloss­ka­pelle und sinn­vol­ler­weise gleich nebenan das ehe­ma­lige Ver­lies direkt unter dem Gerichts­saal befin­den. Im Ver­lies steht ein sehr gro­ßer Quer­schnitt des Köl­ner Doms, kom­plett errich­tet aus Lego­stei­nen in lang­wie­ri­ger Kin­der­ar­beit – 10 Schü­ler und Schü­le­rin­nen haben fünf Jahre lang jeweils zwei Stun­den pro Woche daran gewer­kelt, und der Pro­jekt­lei­ter hat die wirk­lich kniff­li­gen Sachen wie zum Bei­spiel die Lego-Kir­chen­fens­ter gebastelt.

Vor der Burg steht noch eine schnell besich­tigte Kir­che, und mehr oder weni­ger in Ruf­weite ist auch schon unser Auto, mit dem wir wie­der zei­tig genug für einen Lese­nach­mit­tag nach Hause rollen.

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