Freitag, 15. August:
Rundgang um Huppenbroich
Ich gebe es zu: Der letzte Tag vor der Abreise war noch nie mein schönster. Man ist eigentlich gerade erst richtig angekommen, findet die wichtigsten Wege ohne Navi und die Lichtschalter auch im Dunkel. Aber man muss eben wieder zusammenpacken und weiß, dass man 24 Stunden später bereits im Auto und weit entfernt vom liebgewonnenen Ferienhäuschen sein wird.
Wir drehen nur eine kurze Runde ums Dorf, wollen nochmal zum Eifelblick und diesmal andersherum abbiegen. Die Aussicht auf Tal- und Wiederaufstieg bei immer noch knapp 30 Grad lässt uns allerdings lieber ortsnah bleiben. Eine gute Entscheidung, denn wir treffen in der zweiten Hälfte des Rundgangs zwei nette Katzen, eine davon mit Vollkontakt.
Und es wird noch besser: Kurz vor dem Abendbrot steht eine weitere Katze im Grundstück unter einem Baum und gackert dort die frechen Vögel an. Wer keine Katze hat, muss einfach googlen – dieses „Gackern“ ist so eine Art Übersprungshandlung bei voller Konzentration auf Beute.
Ich bewege mich ein bisschen auf der Lesebank, und die Katze stutzt. Ich erkenne sie sogar wieder: Eine Woche vorher stand sie schon einmal vorm Haus nebenan auf der Straße und wollte sich eine Minute lang partout nicht wegbewegen. Wir haben also mit der Weiterfahrt so lange gewartet, bis Katze ausreichend demonstriert hatte, wer Herrin des Weges ist. Die Nachbarn haben ebenfalls gelacht …
Und weil wir uns so gut benommen hatten, kommt Katze heute zum Abschiedsbesuch und gibt wirklich alles, was einem Katzenbesitzer das Herz aufgehen lässt. Kraulen lassen, Rumwälzen, Schnurren, und das im Wechsel bei Frau R. und mir. Dankeschön! Schnurr!
Tja, und dann geht es schon ans Packen und ans letzte Abendbrot. Mist.