Eifel, Huppenbroich 2025

Mittwoch, 13. August:
Techniktag und Rurseetour

Der Mitt­woch beginnt also mit einer Ein­kaufs­tour nach Sim­mer­ath, denn in die­sem ver­gleichs­weise klei­nen Städt­chen nur unweit vom Haus gibt es einen ver­gleichs­weise gro­ßen Expert-Markt mit pas­sa­bler Aus­wahl. Der neue Lap­top ist schnell gekauft. Was dann län­ger dau­ert, sind die Win­dows-Updates. Denn der neue Lap­top hat kei­nen LAN-Anschluss mehr; ein Kabel hätte ich zwar dabei, aber an den Adap­ter denke ich beim Kauf nicht. Also alles per WLAN. Egal, wir haben ja Urlaub.

Kurz vor 12 Uhr ist der neue Rech­ner dann betriebs­be­reit und erfüllt erst ein­mal alle Anfor­de­run­gen, die wir im Urlaub noch an ihn stel­len könnten.

Da der Tag somit nur ange­kratzt, aber noch lange nicht um ist, kom­pen­sie­ren wir den Tech­niks­tress mit einem Gang in die Natur. Wegen der jetzt deut­lich im Drei­ßi­ger­be­reich lie­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren pla­nen wir vor­sichts­hal­ber etwas mit viel Wald, ver­drän­gen aller­dings, dass wir in der Eifel sind und der Wald des­halb teil­weise steil ist.

Der Rur­see gehört zum Natio­nal­park Eifel. Eine 1938 errich­tete Stau­mauer hat aus der nicht allzu gro­ßen Rur einen doch respek­ta­blen See gemacht, auf dem man Boot fah­ren kann und der von den Rän­dern aus einen schö­nen Anblick bie­tet. Wir ent­schei­den uns des­halb für die ört­li­che Wan­der­route 50, „Rur­see­bli­cke“, begin­nend erneut in Schmidt, am Rande des Ortes auf dem Park­platz „Schöne Aus­sicht“. Die Aus­sicht ist in der Tat schön, aber wir wol­len erst ein­mal wan­dern. Run­ter. Wie­der hoch. Wie­der run­ter. Wie­der hoch. Ver­ein­zelt gibt es tat­säch­lich schöne Rur­see­bli­cke, aber meis­tens steht doch ver­dammt viel sehr hoher Wald dazwi­schen. Frau R. fin­det aller­dings nach unge­fähr zwei Drit­teln der Wan­de­rung einen Stich­weg direkt zum Ufer, wes­halb wir es zu einem unver­stell­ten Blick auf den Stau­see schaf­fen. Durch die Lage in einer Schlucht ist die Akus­tik auf dem Weg sehr gut. Und so kom­men wir in den Genuss der gesang­li­chen Lebens­freude zweier Damen, die meh­rere hun­dert Meter wei­ter über den See rudern. Even­tu­ell war Alko­hol im Spiel. Oder die Sonne bre­zelte doch etwas hef­tig. Egal! Alle hat­ten Spaß. Doof ist, dass wir den sel­ben Stich­weg wie­der hoch müs­sen, und das ist bei 35 Grad im Schat­ten und ste­hen­der Luft im Wald wirk­lich fordernd.

Aber wir sind noch nicht alt. Wir schaf­fen es, auch wenn ab und zu ein Fluch den Weg durch die Lip­pen fin­det. Der Rund­weg endet für uns am Aus­sichts­punkt „Huber­tus­höhe“, der genau so schön ist wie die „Schöne Aus­sicht“, nur ohne andere Besu­cher. Den Kuchen haben wir uns heute jeden­falls verdient.

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