Mittwoch, 13. August:
Techniktag und Rurseetour
Der Mittwoch beginnt also mit einer Einkaufstour nach Simmerath, denn in diesem vergleichsweise kleinen Städtchen nur unweit vom Haus gibt es einen vergleichsweise großen Expert-Markt mit passabler Auswahl. Der neue Laptop ist schnell gekauft. Was dann länger dauert, sind die Windows-Updates. Denn der neue Laptop hat keinen LAN-Anschluss mehr; ein Kabel hätte ich zwar dabei, aber an den Adapter denke ich beim Kauf nicht. Also alles per WLAN. Egal, wir haben ja Urlaub.
Kurz vor 12 Uhr ist der neue Rechner dann betriebsbereit und erfüllt erst einmal alle Anforderungen, die wir im Urlaub noch an ihn stellen könnten.
Da der Tag somit nur angekratzt, aber noch lange nicht um ist, kompensieren wir den Technikstress mit einem Gang in die Natur. Wegen der jetzt deutlich im Dreißigerbereich liegenden Temperaturen planen wir vorsichtshalber etwas mit viel Wald, verdrängen allerdings, dass wir in der Eifel sind und der Wald deshalb teilweise steil ist.
Der Rursee gehört zum Nationalpark Eifel. Eine 1938 errichtete Staumauer hat aus der nicht allzu großen Rur einen doch respektablen See gemacht, auf dem man Boot fahren kann und der von den Rändern aus einen schönen Anblick bietet. Wir entscheiden uns deshalb für die örtliche Wanderroute 50, „Rurseeblicke“, beginnend erneut in Schmidt, am Rande des Ortes auf dem Parkplatz „Schöne Aussicht“. Die Aussicht ist in der Tat schön, aber wir wollen erst einmal wandern. Runter. Wieder hoch. Wieder runter. Wieder hoch. Vereinzelt gibt es tatsächlich schöne Rurseeblicke, aber meistens steht doch verdammt viel sehr hoher Wald dazwischen. Frau R. findet allerdings nach ungefähr zwei Dritteln der Wanderung einen Stichweg direkt zum Ufer, weshalb wir es zu einem unverstellten Blick auf den Stausee schaffen. Durch die Lage in einer Schlucht ist die Akustik auf dem Weg sehr gut. Und so kommen wir in den Genuss der gesanglichen Lebensfreude zweier Damen, die mehrere hundert Meter weiter über den See rudern. Eventuell war Alkohol im Spiel. Oder die Sonne brezelte doch etwas heftig. Egal! Alle hatten Spaß. Doof ist, dass wir den selben Stichweg wieder hoch müssen, und das ist bei 35 Grad im Schatten und stehender Luft im Wald wirklich fordernd.
Aber wir sind noch nicht alt. Wir schaffen es, auch wenn ab und zu ein Fluch den Weg durch die Lippen findet. Der Rundweg endet für uns am Aussichtspunkt „Hubertushöhe“, der genau so schön ist wie die „Schöne Aussicht“, nur ohne andere Besucher. Den Kuchen haben wir uns heute jedenfalls verdient.