Eifel, Huppenbroich 2025

Dienstag, 12. August:
Aachen

Ach, aach, Aachen! Die alte Kai­ser­stadt. 2019 hat­ten wir den Besuch dort nicht
geschafft, die Anreise wäre zu lang gewe­sen. Die­ses Jahr kos­tet und die Stre­cke nur 40 Minu­ten. Und weil die Tem­pe­ra­tu­ren jetzt auch hier in den hei­ßen Bereich gehen, beschlie­ßen wir einen Städ­te­aus­flug mit genug Mög­lich­kei­ten für eine kleine Abküh­lung zwischendurch.

Aachen hat eine bemer­kens­wert lange Geschichte, und ent­spre­chend lang ist auch die Liste der Sehens­wür­dig­kei­ten. Es wären sicher noch mehr, wenn Deutsch­land 1933 nicht die Nazis an die Macht gewählt und sich damit keine zehn Jahre spä­ter ver­hee­rende Luft­an­griffe auch auf die­ses Kleinod deut­scher His­to­rie ein­ge­han­delt hätte.

Aber es reicht für eine Tour auf den Spu­ren Karls des Gro­ßen durch die Innen­stadt. Auf dem Markt­platz ange­kom­men, über­ra­schen uns die ers­ten Nie­sel­re­gen­trop­fen, seit wir in der Eifel ange­kom­men waren. Wir klet­tern vor­sorg­lich unter ein Gerüst am Rat­haus, gehen dann noch die Treppe hoch, und ich spi­cke flink in den Ein­gangs­be­reich. Hm, man könnte sich das Rat­haus auch anschauen. Kos­tet 10 Euro pro Per­son. Aber: nicht heute – heute ist der Besuch aus unbe­kann­ten Grün­den kos­ten­los! Manch­mal hat man eben Glück, und so durch­lau­fen wir diverse Eta­gen und Räume des alten, nach dem Krieg zu gro­ßen Tei­len wie­der­her­ge­stell­ten Bau­werks, ste­hen im Saal, in dem jähr­lich der Karls­preis ver­lie­hen wird, fin­den schon mal einen Teil des Dom­schat­zes, der in einer Nische die­ses Saals aus­ge­stellt wird – und über­ste­hen ganz neben­bei die 15 Minu­ten mit dunk­le­ren Wol­ken drau­ßen. Als wir das Rat­haus ver­las­sen, scheint wie­der die Sonne …

Wei­ter geht es hin und her, und vor dem Besuch des Doms geben wir uns in der Dom­schatz­samm­lung die volle Dröh­nung Gold, Sil­ber, Tuch, Kno­chen und andere Dinge, die ganz bestimmt authen­ti­sche und echte Reli­quien sind. Aber uns kann nichts scho­cken, zumin­dest was Edel­me­talle und Edel­steine betrifft – wenn man in der Stadt des Grü­nen Gewöl­bes auf­ge­wach­sen ist, liegt die Mess­latte eben ver­dammt hoch. Und es ist kalt. Ver­dammt kalt! Min­des­tens 10 Grad käl­ter als drau­ßen. Tat­säch­lich sind es laut Aus­stel­lungs­ther­mo­me­ter im Foyer 18,2 Grad, also eher 15 Grad weni­ger als im Freien.

Zum Schluss noch ein Besuch im Dom selbst – wir ver­zich­ten auf eine Füh­rung und gehen nur eigen­ver­ant­wort­lich eine Weile durchs Erd­ge­schoss. Wir sehen weder Thron noch Mosaik-Maus, aber wir sind mitt­ler­weile auch etwas fuß­lahm und nicht mehr so auf­nah­me­be­reit für Informationen …

Der Abend bringt eine tech­ni­sche Über­ra­schung: Unser Reise-Lap­top ver­stirbt unrett­bar. Aber wenigs­tens hatte ich ges­tern bereits den ers­ten Teil des getipp­ten Rei­se­be­richts und der Fotos auf einen Stick kopiert!

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