Montag, 11. August:
Moorwanderung durch Nahtsief und Brackvenn
Kurz nach Mützenich, gleich hinter der belgischen Grenze, erstreckt sich ein ziemlich großes Moorgebiet mit vielen Wanderwegen und Rundgängen. Bekannter ist eventuell das Hohe Venn, aber wir entscheiden uns für eine kleinere, aber viel interessantere Wanderroute durch das Nahtsief und das Brackvenn.
Der Bohlenweg wird mit „stellenweise beschädigt“ angegeben, was in Teilen eine wirklich gute Untertreibung ist. Dazu kommt, dass sich die belgischen Bohlenleger gedacht haben müssen, dass, wenn fünfzig Zentimeter Wegbreite auf dem Westwallwanderweg reichen, man hier den Wanderern auch nicht mehr zumuten muss. Also ist es speziell im Nahtsief recht eng, weil teilweise auch überwachsen, mit querliegenden Bäumen, weggebrochenen Tritthölzern usw. Gegenverkehr stellt einen da vor Herausforderungen, weshalb man vor dem nächsten Wegabschnitt besser ein bisschen in die Landschaft lauscht, ob eventuell andere Wandergruppen entgegenkommen.
Im Brackvenn ist die Lage entspannter, der Bohlenweg ist breiter und neuer und gepflegter, und die Tümpel und Feuchtgebiete mit ihren Enten, Libellen und Schmetterlingen lassen sich sehr entspannt umwandern. Nach insgesamt wieder ungefähr zehn Kilometern ist für heute Schluss – auch weil die Temperaturen mittlerweile spürbar in den hochsommerlichen Bereich gehen.